Sturm!

Sturm!

Er kam spät, aber gewaltig. Nachdem wir die erste, eigentlich als heftiger vorhergesagte Sturmnacht unbeschadet überstanden hatten, hat uns gestern Nacht (Montag auf Dienstag) dann doch noch etwas erwischt. Ich bin um Mitternacht gerade von der Moderation einer Veranstaltung zum Thema Landwirtschaft und Naturschutz heimgekommen, als es tierisch zu stürmen und zu hageln angefangen hat. Es war dann beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster auf einen Scherbenhaufen schnell klar, dass es da wohl einige Ziegel vom Dach geweht hat. An der Stelle, an der wir gerade ein paar Tage zuvor wieder ein Loch geflickt hatten. Und im Sommer auch schon mal. Es ist immer dieselbe Stelle … *grrrr*

Wir haben dann mitten in der Nacht gleich mal oben aus dem Dachfenster geschaut und mit der Taschenlampe den Schaden begutachtet. Tja, es war diesesmal deutlich mehr als nur ein einzelner Ziegel … Aber bei Nacht, Regen und Wind aufs Dach zu krabbeln, ist ja nun keine gute Idee, daher haben wir uns erstmal ins Bett gelegt. In der Hoffnung, dass der Sturm die Lücke nicht nutzt und das komplette Dach abräumt.

Das hat er zum Glück nicht getan.

Heute Morgen sind wir dann mit Nachbar Bertolds Leiter und gesichert mit seinem Seil an die Arbeit gegangen. Bertold unten an der Leiter, Silvia am Dachfenster mit dem Sicherungsseil (gut, dass ich meinen alten Kletterkrempel noch habe …) und ich oben auf der Leiter, bzw. auf dem Dach. Ganz schön hoch …

Zum Glück haben wir noch genügend alte Ziegel. Und nachdem uns dann Berthold nochmal mit einem speziellen Ziegel für den Seitenabschluss („Ortgang“ – für die Dachdecker unter euch) ausgeholfen hat, war das Dach bald wieder dicht. Puh.

Wir sind leider nicht die Einzigen mit Schäden. Unser Nachbar von der Breitmatt oben hatte heute keine Möglichkeit mehr, ins Tal zu fahren, weil ziemlich viele (große!) Bäume auf der (einzigen) Straße lagen (siehe Fotos). Gerade eben sind zwei Mann dabei, die Straße wieder freizusägen und zu räumen.

Alles in allem sind wir also glimpflich davon gekommen. Gut, dass ich nicht eine halbe Stunde später noch unterwegs war … Niemand ist verletzt, das ist das Wichtigste. Ziegen, Hühner und Katze sind wohlauf und wir werden uns jetzt mal Gedanken machen, wie wir unser Dach dauerhaft sturmfest kriegen …



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